Sie haben die Funktionsweise von Kaltplasma und der ViroCap Ruck-Technologie entdeckt? Hier erfahren Sie nun konkret, wie eine Behandlung in der Praxis Sitzung für Sitzung abläuft – sei es bei Nagelpilz, Interdigitalmykose oder rissiger Haut.
Die Behandlung ist für Patienten ab 12 Jahren bestimmt, die unter dermatologischen Erkrankungen sowie oberflächlichen Haut- und Nagelproblemen leiden, die in den Bereich der Podologie fallen.
Benötigtes Material
Bevor Sie mit der Behandlung beginnen, sollten Sie folgendes Material griffbereit haben:
Essenziell:
- Das ViroCap Ruck
- Einwegaufsätze
- Diamantschleifer (zur Nagelvorbereitung)
- Untersuchungshandschuhe
Optional:
- peclavus® PODOmed AntiMYX Tinktur (ergänzende Behandlung)
- Flexibler Arm oder flexibler Stativständer (zur Fixierung des Geräts während der Anwendung)
An die jeweilige Indikation angepasste Behandlungsdauer
Die Dauer der Kaltplasma-Anwendung variiert je nach behandelter Stelle:
- Nagelpilz (Onychomykose): 2 Minuten pro Nagel
- Haut (Interdigitalmykosen, Fußpilz, rissige oder spröde Haut): 1 Minute pro Behandlungsbereich
Ein Aufsatz ermöglicht bis zu 10 Anwendungen von je 2 Minuten innerhalb einer Sitzung, was potenziell die Behandlung aller 10 Zehen in einem Durchgang bedeutet.
Das empfohlene 6-Wochen-Behandlungsprotokoll
Bei Nagelpilz ist das von Ruck vorgeschlagene Standardprotokoll einfach und über einen Zeitraum von 6 Wochen strukturiert:
| Zeitraum | Protokoll |
|---|---|
| Woche 1 | 2 Behandlungen |
| Woche 2 | 2 Behandlungen |
| Wochen 3 und 4 | Pause |
| Woche 5 | 1 Behandlung |
| Woche 6 | 1 abschließende Behandlung |
Nach Abschluss des Protokolls werden die Ergebnisse bewertet. Die Therapie kann dann je nach erzielten Ergebnissen erneuert, neu bewertet oder angepasst werden. Bei Interdigitalmykosen und Hautbereichen müssen Anzahl und Häufigkeit der Sitzungen gemäß der Gebrauchsanweisung und den Empfehlungen des Herstellers festgelegt werden.
Der Ablauf einer Sitzung, Schritt für Schritt
Jede Sitzung folgt einem 6-stufigen Protokoll, das darauf ausgelegt ist, im Praxisalltag einfach umsetzbar zu sein, unabhängig von der behandelten Stelle.
1. Vorbereitung auf die Behandlung
Die persönliche Schutzausrüstung wird angelegt. Bei Nagelpilz wird der Nagel mit einem Diamantschleifer vorbereitet. Bei einer Anwendung auf der Haut wird der Bereich vorab lediglich gereinigt und getrocknet.
2. Vorbereitung des Geräts
Der Einwegaufsatz wird vor dem Patienten ausgepackt und fest sowie vollständig auf das ViroCap Ruck aufgesteckt. Das Gerät ist nun einsatzbereit.
3. Auswahl der Behandlungsdauer
Die Dauer wird je nach behandelter Zone eingestellt: 2 Minuten pro Nagel bei Nagelmykose, 1 Minute für die Haut (Interdigitalmykose, rissige Haut). Ein Aufsatz ermöglicht bis zu 10 Anwendungen von 2 Minuten in einer Sitzung, was potenziell die Behandlung aller 10 Zehen in einem Durchgang erlaubt.
4. Gezielte Plasma-Anwendung
Die Starttaste wird gedrückt und der Aufsatz wird gleichmäßig über die zu behandelnde Stelle geführt. Falls erforderlich, kann die Nagelfalz leicht angehoben werden oder der flexible Arm für eine stabilere Positionierung genutzt werden.
5. Behandlungsergänzung
Die Behandlung kann durch die peclavus® PODOmed AntiMYX Tinktur ergänzt werden. In Verbindung mit Kaltplasma verstärkt sie die therapeutische Wirkung, insbesondere bei Nagelpilz.
Wichtige Anwendungshinweise
- Aufladen ohne Aufsatz: Der Aufsatz muss immer entfernt werden, bevor das Gerät auf die Ladestation gestellt wird – ansonsten ist das Aufladen nicht möglich und der Aufsatz wird unbrauchbar.
- Niemals das Plasma-Modul reinigen: Es dürfen nur die äußeren, zugänglichen Oberflächen des Geräts gereinigt werden, niemals das Keramikelement selbst.
- Nach Gebrauch vorsichtig handhaben: Das Plasma-Modul kann nach einer Sitzung heiß sein – warten Sie, bis es vollständig abgekühlt ist, bevor Sie es berühren oder austauschen.
Anpassung des Protokolls an Ihren Praxisbetrieb
Für Anwender, die regelmäßig mehrere Patienten behandeln oder an verschiedenen Arbeitsplätzen arbeiten, erleichtern einige Zubehörteile die Integration des ViroCap Ruck in den Alltag: der flexible Stativständer für einen mobilen und autarken Behandlungsplatz, eine zusätzliche Ladestation für die Ausstattung eines zweiten Arbeitsplatzes oder das Transportetui für mobile Podologen.
